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Shopware B2B Shop einrichten: ERP-Anbindung, Preislogik und Best Practices aus der Praxis

Aktualisiert: 16. Apr.

Auf einen Blick: Shopware 6 bietet mit der B2B Suite und den neuen B2B Components zwei Wege für professionellen B2B E-Commerce. Die größten Herausforderungen liegen nicht in der Technik, sondern in der Preislogik, der ERP-Anbindung und der sauberen Definition von Kundengruppen und Bestellfreigaben. Erfolgreiche B2B-Shop-Projekte beginnen mit klaren Anforderungen — nicht mit der Installation von Plugins.

Wenn Sie einen B2B-Shop mit Shopware planen, haben Sie vermutlich schon festgestellt: Die offiziellen Feature-Listen klingen vielversprechend, aber die entscheidenden Fragen bleiben offen. Wie bildet man kundenspezifische Preise ab, die aus dem ERP kommen? Was passiert mit Staffelpreisen, Mindestbestellmengen und Freigabeprozessen? Und wo genau liegen die Grenzen der Standard-B2B-Funktionalität?

Dieser Artikel beantwortet diese Fragen aus Projekterfahrung. Wir entwickeln seit Jahren B2B-Shops auf Shopware-Basis für Unternehmen in Südtirol, Italien und dem DACH-Raum — und kennen die Stellen, an denen Theorie und Praxis auseinandergehen.


Banner zu Shopware B2B und ERP-Integration über das nahtlose Zusammenspiel von ERP-Systemen und Shopware

Was einen B2B-Shop von einem B2C-Shop wirklich unterscheidet

Ein B2B-Shop ist kein B2C-Shop mit Nettopreisen. Dieser Satz klingt offensichtlich, und trotzdem scheitern viele B2B-Projekte genau daran, dass ein bestehendes B2C-Setup um ein paar Funktionen erweitert wird, statt die B2B-Anforderungen von Grund auf zu durchdenken.

Der fundamentale Unterschied: Im B2C kauft eine Einzelperson ein Produkt. Im B2B kauft ein Unternehmen — mit Abteilungen, Budgets, Freigabeprozessen und Vertragsbedingungen. Der Einkäufer, der den Artikel in den Warenkorb legt, ist selten die Person, die die Bestellung freigeben darf.

Typische Anforderungen an einen B2B Online-Shop

Anforderung

B2C-Shop

B2B-Shop

Preise

Einheitlich für alle Kunden

Individuell pro Kundengruppe, Staffel, Vertrag

Bestellprozess

Warenkorb → Checkout → Bezahlung

Warenkorb → Freigabe → Bestellung → Rechnung auf Ziel

Kundenstruktur

Einzelpersonen

Unternehmen mit Rollen (Einkäufer, Genehmiger, Admin)

Katalog

Gleiches Sortiment für alle

Kundenspezifische Kataloge und Sichtbarkeiten

Bezahlung

Sofortzahlung (Kreditkarte, PayPal)

Kauf auf Rechnung, Zahlungsziele (30/60/90 Tage)

Bestellmengen

Einzelstücke

Mindestbestellmengen, Verpackungseinheiten, Staffelpreise

Schnellbestellung

Nicht relevant

Artikelnummereingabe, CSV-Upload, Nachbestellung

Budgetierung

Nicht relevant

Budgetlimits pro Kostenstelle oder Nutzer

Wenn eine dieser Anforderungen für Ihr Geschäft relevant ist, reicht ein B2C-Setup nicht aus. Die Frage ist dann: Welche Shopware-Lösung passt zu Ihrem Anwendungsfall?


Shopware B2B Suite vs. B2B Components — was wann passt

Shopware bietet für B2B E-Commerce zwei Ansätze. Die Wahl zwischen ihnen ist eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen im Projekt.


Banner zu Shopware B2B Components mit Vergleich von B2B Suite und B2B Components für Shopware-Projekte

Shopware B2B Suite: Der etablierte Funktionsumfang

Die Shopware B2B Suite ist ein umfangreiches Plugin, das ursprünglich für Shopware 5 entwickelt und für Shopware 6 portiert wurde. Sie liefert ein komplettes B2B-Framework: Unternehmensstrukturen mit Abteilungen, Rollen und Rechten, Budget- und Bestellfreigaben, Angebotswesen, Schnellbestellfunktionen und kundenspezifische Preislisten.

Der Vorteil: Alles kommt aus einer Hand und ist aufeinander abgestimmt. Der Nachteil: Die Suite ist monolithisch. Sie aktivieren ein großes Funktionspaket, auch wenn Sie nur einzelne Teile davon brauchen. Anpassungen am Standard-Verhalten erfordern tiefes Verständnis der Plugin-Architektur.

Die B2B-Funktionalität setzt mindestens den Shopware-Evolve-Plan voraus. Für kleinere B2B-Projekte kann das eine wirtschaftliche Hürde sein.

B2B Components in Shopware 6: Der neue modulare Ansatz

Seit Shopware 6.5 bietet Shopware die sogenannten B2B Components — einzelne, unabhängig aktivierbare Module für spezifische B2B-Funktionen. Statt eines großen Pakets wählen Sie gezielt die Bausteine, die Sie brauchen: Employee Management, Quick Order, Quote Management oder Approval Rules.

Der Vorteil: Modularität und geringere Komplexität. Sie implementieren nur, was Sie tatsächlich einsetzen. Der Nachteil: Die Components decken (noch) nicht den vollen Funktionsumfang der B2B Suite ab. Für komplexe Szenarien mit tiefen Unternehmenshierarchien oder verschachtelten Freigabeketten kann der Umfang nicht ausreichen.

Vergleich: B2B Suite vs. B2B Components

Funktion

B2B Suite

B2B Components

Unternehmensstruktur / Rollen

Umfassend (Abteilungen, Hierarchien)

Grundlegend (Employee Management)

Budgetierung

Ja, pro Rolle/Abteilung

Eingeschränkt

Bestellfreigaben

Mehrstufig

Approval Rules (regelbasiert)

Schnellbestellung

Ja (Artikelnummer, CSV)

Ja (Quick Order Component)

Angebotswesen

Ja

Ja (Quote Management)

Individuelle Preislisten

Ja

Über Standard-Shopware-Regeln

Modularität

Gering (Gesamtpaket)

Hoch (einzelne Module)

Lizenzanforderung

Shopware Evolve oder Beyond

Abhängig vom Component

Geeignet für

Komplexe B2B-Szenarien, große Unternehmen

Mittelgroße B2B-Anforderungen, schrittweiser Aufbau

Unsere Empfehlung: Wenn Sie B2B-Funktionalität schrittweise aufbauen wollen und Ihre Anforderungen an Unternehmenshierarchien und Budgetverwaltung überschaubar sind, starten Sie mit den B2B Components. Wenn Sie von Beginn an tiefe Rollenstrukturen, mehrstufige Freigaben und umfassende Budgetierung brauchen, ist die B2B Suite der robustere Weg.

In beiden Fällen gilt: Prüfen Sie den tatsächlichen Funktionsumfang vor Projektstart gegen Ihre konkreten Anforderungen. Die Featureliste auf der Website ist nicht das Gleiche wie das, was ohne individuelle Anpassungen tatsächlich funktioniert.


Preislogik im B2B-Shop — die größte technische Herausforderung

Fragen Sie einen erfahrenen B2B-Shop-Entwickler nach der schwierigsten Stelle in einem Projekt, und die Antwort ist fast immer: die Preislogik. Nicht weil Shopware technisch begrenzt wäre, sondern weil B2B-Preisgestaltung in der realen Welt eine Komplexität hat, die kein Shopsystem out-of-the-box vollständig abbildet.


Banner zur Preislogik im B2B-Shop über kundenspezifische Preise im Shopware B2B-Commerce

Kundenspezifische Preise und Staffelpreise in Shopware

Shopware 6 unterstützt über Advanced Pricing (ab dem Shopware-Evolve-Plan verfügbar) und Rule Builder kundenspezifische Preise, Staffelpreise und Gruppenpreise. Für einfache Szenarien — drei Kundengruppen mit jeweils eigenem Rabattsatz — reicht das.

Die Realität in B2B-Unternehmen sieht anders aus. Typisch ist: Kunde A bekommt Artikel X für 12,50 €, Kunde B bekommt denselben Artikel für 14,20 €, und Kunde C sieht den Artikel gar nicht. Dazu kommen Staffelpreise pro Kunde und Artikel, saisonale Sonderkonditionen und vertraglich vereinbarte Pauschalrabatte, die sich nicht im Artikelpreis, sondern in der Gesamtrechnung widerspiegeln.

Wenn Sie mehr als 50 Kundengruppen und tausende Artikel mit individuellen Preisen haben, stoßen Sie schnell an die Grenzen der manuellen Pflege in Shopware.

ERP als führendes System für Preise — Sync-Strategien

In den meisten B2B-Unternehmen liegen die Preise nicht im Shop, sondern im ERP. SAP, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Zucchetti, TeamSystem, Radix, ERGO, OMBIS, Wingest, Odoo oder AS400-Warenwirtschaftssysteme sind das führende System.

Der Shop zeigt die Preise an — aber er berechnet sie nicht.

Das bedeutet: Die Preise müssen aus dem ERP in den Shop synchronisiert werden. Je nach Komplexität gibt es drei Strategien:

Statischer Export: Preislisten werden periodisch (z. B. nachts) aus dem ERP exportiert und in Shopware importiert. Einfach zu implementieren, aber nicht echtzeitfähig. Änderungen im ERP sind erst nach dem nächsten Sync sichtbar.

Event-basierter Sync: Bei jeder Preisänderung im ERP wird der neue Preis automatisch an Shopware übertragen. Näher an Echtzeit, erfordert aber eine Middleware oder einen Event-Bus zwischen den Systemen.

Live-Abfrage: Der Shop fragt den Preis bei jedem Seitenaufruf direkt beim ERP ab. Maximale Aktualität, aber hohe Last auf dem ERP und spürbare Performance-Einbußen im Shop, wenn das ERP nicht entsprechend performant ist.

Welche Strategie die richtige ist, hängt von der Änderungshäufigkeit Ihrer Preise, der Performance Ihres ERP-Systems und der Fehlertoleranz Ihres Geschäfts ab. In unseren B2B-Projekten setzen wir überwiegend auf Echtzeit-Preise aus dem ERP. Der Grund: B2B-Einkäufer verlassen sich darauf, dass der angezeigte Preis exakt der ist, der auch auf der Rechnung stehen wird — individuelle Konditionen, Staffeln und Sonderrabatte eingeschlossen. Jede Abweichung zwischen Shop und Rechnung kostet Vertrauen und führt zu Support-Aufwand. Eine saubere Echtzeit-Anbindung verhindert das von Anfang an.

Netto- und Bruttopreise, Steuerlogik im internationalen B2B

Ein Detail, das in der Planung oft unterschätzt wird: Steuerlogik. Im B2B sind Preise in der Regel netto. Aber „netto" bedeutet je nach Land etwas anderes. Innergemeinschaftliche Lieferungen innerhalb der EU sind steuerfrei, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (gültige UID-Nummer, korrekte Rechnungsstellung). Lieferungen in Drittländer haben wieder andere Regeln.

Für Unternehmen in Italien kommt die fatturazione elettronica hinzu — die gesetzlich vorgeschriebene elektronische Rechnungsstellung über das Sistema di Interscambio (SDI). Wenn Ihr B2B-Shop in Italien operiert, muss die Rechnung dieses Format erfüllen. Das betrifft nicht nur die Rechnungserstellung, sondern auch die Daten, die aus dem Shop ins ERP fließen.


ERP-Anbindung für den B2B-Shop — warum kein Weg daran vorbeiführt

Ein B2B-Shop ohne ERP-Anbindung ist wie ein Lager ohne Inventarliste. Spätestens wenn die erste Bestellung zu einem Artikel eingeht, der im ERP längst als nicht verfügbar geführt wird, zeigt sich der Unterschied.

Welche Daten zwischen ERP und Shop fließen müssen

Die wichtigsten Datenflüsse: Produkte und Varianten (ERP → Shop, bei Änderungen), kundenspezifische Preise (ERP → Shop, bei Änderungen oder in Echtzeit), Lagerbestände (ERP → Shop, in Echtzeit oder hochfrequent), Bestellungen (Shop → ERP, in Echtzeit), Auftragsstatus und Tracking (ERP → Shop, bei Statusänderungen), Rechnungen (ERP → Shop, nach Erstellung).

Die Datenrichtung ist selten nur einseitig. Diese bidirektionale Synchronisation ist der Punkt, an dem die meisten Integrationsprojekte komplex werden.

ERP-spezifische Herausforderungen

Nicht jedes ERP ist gleich integrationsfähig. SAP Business One bietet eine Service Layer API. Microsoft Dynamics 365 Business Central bietet moderne OData- und REST-APIs. Italienische und Südtiroler ERP-Systeme wie Zucchetti, TeamSystem, Radix, ERGO, OMBIS oder Wingest bieten je nach Version sehr unterschiedliche Schnittstellen — von modernen REST-APIs bis zu dateibasiertem Austausch. Wer mit AS400-basierten Warenwirtschaftssystemen arbeitet, steht vor einer zusätzlichen Herausforderung. Odoo dagegen bietet eine gut dokumentierte XML-RPC- und REST-Schnittstelle und ist vergleichsweise einfach anzubinden.

Genau hier setzen wir mit dem Smart Dato Hub an: einer Integrationsschicht, die als Middleware zwischen Shop und ERP vermittelt.

Für eine detaillierte Anleitung zur Integrationsplanung — inklusive Middleware-Architektur, Error Handling, Sync-Frequenzen pro Datendomäne und einer praxisnahen Discovery-Checkliste — lesen Sie unseren Leitfaden zu Shopware B2B Suite Integrationen (ERP, PIM und Logistik).


Best Practices aus B2B-Shop-Projekten


Best Practices aus B2B-Shop-Projekten

Anforderungen vor der Technik klären

Der häufigste Fehler in B2B-Shop-Projekten: Es wird zuerst die Technik ausgewählt und dann versucht, die Anforderungen in die Technik zu pressen. Richtig ist es umgekehrt.

Bevor Sie sich für die B2B Suite, B2B Components oder eine andere B2B-Lösung entscheiden, definieren Sie Ihre Anforderungen an Kundenstrukturen, Preislogik, Bestellprozesse und Integrationen. Dann gleichen Sie ab, welche Lösung diese Anforderungen mit dem geringsten Anpassungsaufwand abdeckt.

Aus der Praxis: B2B-Shop für Kaufgut — kundenfreundlicher Großhandel mit Shopware

Kaufgut ist ein Großhändler, der auf smarten, kundenfreundlichen B2B-Vertrieb über E-Commerce setzt. Die Ausgangslage war typisch für viele Unternehmen im Großhandel: Bestellungen liefen über Telefon, Fax und E-Mail. Einkäufer hatten keinen Echtzeit-Zugang zu Verfügbarkeiten oder individuellen Konditionen. Der Innendienst war mit manueller Auftragserfassung ausgelastet.

Wir haben für Kaufgut einen B2B-Online-Shop mit responsivem Webdesign auf allen Endgeräten entwickelt — in enger Zusammenarbeit mit der Agentur Werbecompany für Design und Marketingstrategie. Der Shop bildet die B2B-Anforderungen ab, die in diesem Artikel beschrieben sind: kundenspezifische Preise und Konditionen aus dem ERP, Bestellhistorie mit Nachbestellfunktion und ein Bestellprozess, der sich am Arbeitsalltag professioneller Einkäufer orientiert.

Das Ergebnis: Ein B2B-Shop, der von den Kunden tatsächlich genutzt wird — nicht weil er die meisten Features hat, sondern weil er die Bestellrealität eines Großhändlers abbildet. Der Innendienst wurde entlastet, Bestellfehler reduziert, und Kaufgut kann seinen Kunden rund um die Uhr Self-Service-Zugang zu Produkten, Preisen und Bestellstatus bieten.

Was dieses Projekt für Ihr B2B-Vorhaben bedeutet: Starten Sie nicht mit der Technologie, sondern mit Ihren Geschäftsprozessen. Die Frage ist nicht „Welche Shopware-Plugins brauchen wir?", sondern „Wie bestellen unsere Kunden heute — und wie sollten sie morgen bestellen können?"


Banner zum Shopware B2B-Shop für Kaufgut als kundenfreundliche Großhandelslösung

Rollout-Strategie: Pilotgruppe statt Big-Bang

Führen Sie einen B2B-Shop nicht für alle Kunden gleichzeitig ein. Starten Sie mit einer Pilotgruppe aus 10–20 Kunden, die offen für Feedback sind und deren Bestellverhalten repräsentativ ist. Sammeln Sie reale Daten: Wo bleiben Nutzer hängen? Welche Funktionen werden genutzt, welche nicht? Wo stimmen die Preise nicht mit den Erwartungen überein?

Erst wenn der Pilotbetrieb stabil läuft und die wichtigsten Anpassungen umgesetzt sind, rollen Sie den Shop schrittweise auf weitere Kundengruppen aus.

Self-Service maximieren — was B2B-Kunden wirklich wollen

B2B-Einkäufer sind Profis. Sie wollen nicht anrufen müssen, um den Status einer Bestellung zu erfahren oder eine Rechnung herunterzuladen. Die wichtigsten Self-Service-Funktionen, die den Unterschied zwischen einem genutzten und einem ignorierten B2B-Shop machen: Echtzeit-Bestellstatus und Tracking, Nachbestellfunktion aus der Bestellhistorie, Rechnungs- und Lieferschein-Download, Angebotsanfrage direkt aus dem Warenkorb, Verwaltung von Lieferadressen und Bestellberechtigungen.

Je mehr ein B2B-Kunde eigenständig im Shop erledigen kann, desto weniger belastet er Ihren Vertriebsinnendienst — und desto wahrscheinlicher wird er den Shop regelmäßig nutzen.

Mobile B2B: Unterschätzt, aber entscheidend

B2B-Shops werden noch immer primär für den Desktop konzipiert. Dabei bestellen viele B2B-Kunden unterwegs: Außendienstmitarbeiter beim Kundenbesuch, Lagermitarbeiter am Smartphone, Geschäftsführer, die abends noch eine Freigabe erteilen. Ein responsives Design ist das Minimum. Idealerweise ist die Schnellbestellung — Artikelnummer eingeben, Menge, bestellen — auch auf dem Smartphone in unter 30 Sekunden möglich.


Häufige Fragen zum Shopware B2B-Shop

Was kostet ein B2B-Shop mit Shopware?

Das hängt vom Funktionsumfang und der Integrationstiefe ab. Ein grundlegender Shopware B2B-Shop mit Kundengruppen und einfacher Preislogik liegt im Bereich von 30.000–60.000 €. Mit komplexer Preislogik, ERP-Anbindung (SAP, Zucchetti o. ä.) und individuellen Anpassungen bewegen sich Projekte typischerweise zwischen 60.000 und 150.000 €. Die ERP-Integration allein kann 30–40 % des Gesamtbudgets ausmachen.

Welche Shopware-Version brauche ich für B2B?

Für native B2B-Funktionen (B2B Components, kundenspezifische Preise, Freigaben, Rollenmanagement) benötigen Sie mindestens den Shopware-Evolve-Plan. Der Rise-Plan enthält keine B2B-Komponenten. Beyond bietet zusätzlich Enterprise-Features wie Multi-Inventory und 24/7-Support. Die Preise starten aktuell bei 600 €/Monat für Rise, 2.400 €/Monat für Evolve und sind bei Beyond individuell verhandelt. Prüfen Sie vor Projektstart die aktuelle Lizenzstruktur direkt bei Shopware.

Kann ich einen bestehenden B2C-Shop um B2B erweitern?

Technisch ja. Shopware 6 unterstützt den Betrieb von B2C und B2B in einer Installation über unterschiedliche Verkaufskanäle (Sales Channels). In der Praxis erfordert das eine saubere Trennung von Kundengruppen, Preislogik und Bestellprozessen. Wenn Ihr B2C-Shop stark individualisiert ist, kann die Erweiterung aufwändiger sein als ein separater B2B-Kanal.

Welche B2B-Shop-Software gibt es neben Shopware?

Relevante Alternativen im DACH- und italienischen Markt: Shopify Plus (cloudbasiert, mit dediziertem B2B-Modul und schneller Markteinführung), OroCommerce (spezialisiert auf B2B, Open Source), Sana Commerce (SAP- und Microsoft-nativ), Intershop (Enterprise-Segment) und BigCommerce B2B Edition. Für den italienischen Markt kommt PrestaShop mit B2B-Erweiterungen in Frage. Shopify Plus ist besonders dann eine Überlegung wert, wenn Sie eine wartungsarme Cloud-Lösung bevorzugen und Ihre B2B-Anforderungen ohne tiefe ERP-Individualisierung abbildbar sind. Die Wahl hängt letztlich von Ihrem ERP-System, Ihrem Budget und der gewünschten Flexibilität ab.

Wie lange dauert die Einrichtung eines Shopware B2B-Shops?

Von der Anforderungsanalyse bis zum Go-Live: 3–6 Monate für einen Shop mit Standardfunktionalität. 6–10 Monate bei komplexer Preislogik und ERP-Integration. Die Anforderungsphase und die ERP-Anbindung sind dabei die zeitintensivsten Abschnitte — nicht die Shop-Entwicklung selbst.

Sie planen einen B2B-Shop mit Shopware und suchen einen Partner, der die technischen und geschäftlichen Anforderungen gleichermaßen versteht?

Wir entwickeln B2B-Shops und E-Commerce-Lösungen für Unternehmen in Südtirol, Italien und dem DACH-Raum — von der Anforderungsanalyse über die ERP-Anbindung bis zum laufenden Betrieb.



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